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Tankstellengewerbe

Ein hart umkämpfter Markt

Tankstellen sind moderne Servicestationen, an denen Autofahrer nicht nur Benzin, Diesel und andere Kraftstoffe und Betriebsmittel sowie weiteren Reisebedarf kaufen können. Sie sind im deutschsprachigen Raum von den begrenzten Öffnungszeiten der Ladenschlussgesetze ausgenommen. Diesen Vorteil haben die Tankstellenbetreiber genutzt: Sie bieten heute als Nahversorgungs- oder Nachbarschaftsläden eine ganze Bandbreite an Konsumgütern an. In den Tankstellen-Shops finden sich deshalb nicht nur Motoröle Scheibenwischblätter und Landkarten, sondern auch Süßwaren, Getränke, Tabakwaren, Lebensmittel, Zeitschriften, Drogerieartikel und Frischeprodukte sowie Backwaren.

Im Laufe der Zeit hat sich das Bild und die Bedeutung der Tankstelle grundlegend verändert. Als Bertha Benz am 5. August 1888 zur ersten Autofahrt von Mannheim nach Pforzheim aufbrach, legte sie noch in der Stadt-Apotheke in Wiesloch bei Heidelberg einen Tankstopp ein. Für den Einzylinder-Motor ihres dreirädrigen Benz Patent-Motorwagens Nummer 3 kaufte die Auto-Pionierin hier den nötigen Treibstoff. Bis in das 20. Jahrhundert hinein wurde Benzin ausschließlich in Apotheken und Drogerien verkauft.

Mit der steigenden Motorisierung entstanden dann die ersten Zapfstellen. Sie wurden meist an Autowerkstätten betrieben. Die ersten Fass- und Handpumpensäulen wurden durch Zapfsäulen mit unterirdischem Tank abgelöst. Der Prototyp heutiger Tankstellen entstand 1917 in den USA. Im Sommer 1927 wurde in Hamburg die erste Tankstelle dieser Art in Deutschland eröffnet. Der Tankwart konnte nun die Fahrzeuge direkt mit einem Füllrüssel betanken und musste nicht mehr umständlich mit Kanistern hantieren und den Treibstoff umfüllen.

Tankwart - Ein Berufbild im Wandel

Seit 1952 ist der Beruf Tankwart ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf mit einer dreijährigen Lehrzeit. Tankwarte verkaufen nicht nur Kraftstoffe, Zubehör und Ersatzteile für Autos. Sie sind auch im Bereich der Fahrzeugpflege tätig und führen kleinere Reparaturen und Wartungsarbeiten am Wagen durch. Vor allem in den Boomjahren zwischen 1950 und 1970 waren Tankwarte unverzichtbare Servicekräfte an den Tankstellen. Mit der Eröffnung der europaweit ersten Selbstbedienungs-Tankstelle 1972 in Lagerlechfeld südlich von Augsburg hat sich ihr Berufsbild aber grundlegend verändert. Durch die Umstellung konnten die Autofahrer ihre Fahrzeuge nun selbst betanken und kamen mit dem Tankwart nur noch an der Kasse in Kontakt.

Ende der 1960er Jahre verzeichnete das deutsche Tankstellengewerbe mit damals fast 47 000 Stationen seinen Höhepunkt. Heute sind nach einer aktuellen Erhebung rund 14 500 Tankstellen in Betrieb. Sie werden überwiegend von großen Ölkonzernen wie etwa BP (Aral), Shell, Total und ExxonMobil (Esso) verpachtet. Kleine regionale, mittelständische Mineralölunternehmen erreichen 18 % des Marktes, etwa 13 % der Tankstellen werden durch freie Anbieter betrieben.

Zunehmende Konkurrenz durch den Einzelhandel

Der Tankstellenmarkt ist hart umkämpft. Durch die geänderten Ladenöffnungszeiten haben viele Tankstellen-Shops zusätzlich Konkurrenz durch den Einzelhandel bekommen. Zahlreiche Betreiber reagieren auf diesen Trend mit einer Optimierung ihres Shopgeschäfts. Sie setzen zunehmend auf Backshops und Bistros. Tankstellen suchen deshalb gut qualifiziertes Personal um sich in diesem Konkurrenzkampf mit zusätzlichen Dienstleistungen behauten zu können. Für Tankwarte werden somit kaufmännische und administrative Tätigkeiten sowie die Verkaufsraumgestaltung und Werbemaßnahmen immer wichtiger.